Öffentliche bestellte und vereidigte Sachverständige

Öffentliche Bestellung und Vereidigung – Gütesiegel für den Sachverstand

Europaweit nimmt die Nachfrage nach Sachverständigendienstleistungen immer mehr zu. Jeder, der das Know-how eines qualifizierten Sachverständigen benötigt, erhält bei einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen Dienstleistungen von hoher Qualität – und das nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa.

Sachverständige sind unabhängig und unparteiisch. Da in Deutschland die Bezeichnung „Sachverständiger“ rechtlich nicht geschützt ist, können sich auch Gutachter, die keine ausreichende Qualifikation besitzen, als Sachverständige bezeichnen und auf dem Markt tätig werden. Zur Unterscheidung solcher Anbieter von wirklichen Experten sieht die deutsche Gesetzgebung die öffentliche Bestellung und Vereidigung vor. Diese bescheinigt einem Sachverständigen, daß er auf einem bestimmten Fachgebiet besonders qualifiziert ist. 

Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige sind darauf vereidigt, unabhängig und unparteiisch zu handeln. Dritte, denen Gutachten üblicherweise vorgelegt werden, können sich auf die darin ermittelten Ergebnisse verlassen. Ein solches neutrales Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen stärkt außerdem den Ruf und den Standpunkt des jeweiligen Auftraggebers. Folglich steht der Auftraggeber nicht in Verdacht, sich auf ein unvertretbares parteiisches Gutachten zu verlassen. Da sie unabhängig und unparteiisch sind, werden öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige als Gerichtsgutachter bevorzugt beauftragt – so verlangen es die Prozeßordnungen der deutschen Gerichte.

Keineswegs müssen öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige alleine tätige sein. Sie können auch in Teams, Ingenieur-Gesellschaften, Laboratorien, Prüfgesellschaften und dgl. arbeiten. Aber Für ihre Leistungen als Sachverständige sind sie jedoch stets persönlich verantwortlich.

Die öffentliche Bestellung und Vereidigung erlangen nur Fachleute mit herausragender Qualifikation. Zur Erlangung des Gütesiegels der öffentlichen Bestellung müssen sich die betreffenden Personen einem aufwendigen Prüfungsverfahren unterziehen. Danach steht ihre Arbeit unter ständiger Aufsicht der vom Staat beauftragten Bestellungskörperschaft. Eine Grundvoraussetzung für die öffentliche Bestellung und Vereidigung ist die Überprüfung der Sachverständigen, ob sie vertrauenswürdig und persönlich integer sind. Nur dann dürfen sie das begehrte Qualitätssiegel führen.

Öffentliche bestellte und vereidigte Sachverständige – Aufgaben und Aufträge

Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige erstellen nicht nur Gutachten, in denen Tatsachen festgestellt oder Ursachen ermittelt werden. Sie beraten auch und verantworten regelmäßige Überprüfungen und Überwachungen, sie analysieren, und sie bewerten.

Ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger wird als Schiedsgutachter tätig, wenn zwei Vertragspartner festlegen, daß sie das fachliche Urteil dieses Sachverständigen als verbindlich anerkennen. Dadurch können beide Parteien schnell für Rechtssicherheit sorgen (beispielsweise in den Fragen, ob die Qualität einer Bauleistung der vertraglichen Vereinbarung entspricht, in wessen Verantwortungsbereich ggf. vorhandene Abweichungen entfallen, welche Kosten für eine Mangelbeseitigung anfallen oder mit welchem Betrag ggf. ein Minderwert anzusetzen ist).

Öffentliche Bestellung und Vereidigung – Gesetzgebung, Vertrauen und Sicherheit

Weil der Staat die besondere Qualifikation der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen sowie die besondere Qualität ihrer Dienstleistungen anerkennt, wird den Unternehmen, Gerichten und Verbrauchern die Auswahl von Sachverständigen erleichtert. Es wird garantiert, daß die Gutachten von öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen den hohen Anforderungen gerecht werden.

Die Beauftragung von öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen gewährleistet die Sicherheit für unternehmerische, gerichtliche und private Entscheidungen. Genau dies ist der Grund, weshalb der deutsche Gesetzgeber die öffentliche Bestellung und Vereidigung einführte.